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Bete für mich, o heilige Muttergottes, dass ich, Dein demütiger Diener, Deine Aufträge getreulich und mit unerschöpflichem Vertrauen auf Dich und Deinen Sohn Jesus Christus ausführen werde.

 

Nr. 11 Mein gekreuzigter Herr

Meine lieben Brüder und Schwestern in Christus,

ca. 4 Tage sind vergangen, seit die Gottesmutter zuletzt auf den Kreuzwegstationen des Außengeländes der Schönstatt-Schwestern zu mir kam. Allerdings war es dieses Mal am Nachmittag des 1. März 2004, als die Gottesmutter während meiner Andacht auf den Kreuzwegstationen und wieder auf dem Außengelände der Schönstatt-Bewegung zu mir kam. Aber in diesem Fall fand diese wunderbare Erscheinung in einer anderen Form als bei früheren Besuchen statt.

Bei dieser besonderen Gelegenheit, während ich betete und an der zweiten Station betrachtete, wie Jesus Sein Kreuz auf Sich nehmen musste, gab mir die Gottesmutter drei Schauungen.

Die erste Schauung war die eines römischen Soldaten, wie er seinen Arm mit einer Geißel in der Hand erhob, um unseren Herrn Jesus Christus auszupeitschen, aber mit zwei sehr großen Unterschieden.

Erstens war das Gesicht des römischen Soldaten von meinem eigenen Gesicht überlagert. Zweitens befand sich um den Arm, der die Geißel hielt, oder, genauer gesagt, hinter dem Arm eine schattenhafte Kopie des Armes, die genau der Form des Armes entsprach und sich mit dem Arm bewegte, als er erhoben wurde, um unseren Herrn auszupeitschen.

Aber höchst bemerkenswert und in der Tat beunruhigend in dieser Vision war, dass ich, als der römische Soldat seinen Arm erhob um zu schlagen, meinen tatsächlichen Arm fühlen konnte, wie er versuchte, das Anheben des Armes in der Vision abzuwehren, aber einfach nicht die Kraft hatte, dies zu tun.

Die zweite Schauung war die des Pontius Pilatus, wie er Gericht hielt. Aber dieses Mal war das Gesicht des Pilatus überlagert von meinem eigenen Gesicht, und dieses Mal befanden sich die schattenhaften Umrisse der gesamten Gestalt des Pilatus hinter ihm.

Die dritte Schauung war die einer Menschenmenge, die auf höchst hasserfüllte und boshafte Weise brüllte, Jesus Christus solle gekreuzigt werden. Aber ein Gesicht in der Menge war überlagert von meinem eigenen Gesicht, und diese Gestalt hatte einen Schatten der Umrisse dieser Person, ähnlich wie bei der Vision des Pilatus, und schrie genau so laut zusammen mit dem Rest der Menge.

Allerdings sagte die Gottesmutter in nicht einer dieser Visionen irgendetwas oder sprach mich in der Art und Weise an, wie Sie es in den letzten Wochen getan hatte.

Nach dieser bemerkenswerten Erscheinung setzte ich meinen Kreuzweg fort. Als ich die zwölfte Station erreichte, wo Jesus Christus am Kreuz aufgerichtet wird und stirbt, und in dem Moment, wo ich vor dem Kreuz ausgestreckt lag, segnete mich die Gottesmutter wieder mit einer anderen Schauung, die äußerst anschaulich und sehr traurig war.

In dieser Vision hatte die Gottesmutter Ihre beiden Arme um den Fuß des Kreuzes geklammert, an dem unser Herr und Ihr geliebter Sohn hing. Während Sie das Kreuz umarmte und die rechte Seite Ihres Kopfes am Holz des Kreuzes ruhte, schaute Sie nach oben in Richtung Ihres geliebten Sohnes und weinte heftig.

Da so viel Blut aus dem Körper unseres Herrn Jesus Christus floss, war der gesamte Fuß des Kreuzes nass von Seinem Heiligen Blut, das bereits auf die Ärmel des Kleides der Gottesmutter geflossen war und diese dermaßen völlig durchnässt hatte, dass der Stoff von der Feuchtigkeit des Heiligen Blutes glänzte.

Aber zusätzlich war auch der Schleier der Gottesmutter durch Sein Heiliges Blut völlig verfärbt, da Ihr Kopf am Holz des Fußes vom Kreuz ruhte. Dieses tief-rote Blut floss nun von Ihrem Schleier herab auf Ihre Stirn und dann die zerfurchte Stirn hinab an Ihren tränenvollen Augen vorbei.

Als das Heilige Blut weiter auf Ihre Wangen hinab lief, begannen jetzt die Tränen, die aus Ihren unermesslich traurigen und todunglücklichen Augen flossen, sich mit Seinem Heiligen Blut zu vermischen. Weil sich das Blut dadurch verdünnte, veränderte sich dessen Farbe in ein sehr helles Rot oder dunkles Pink.

Das jetzt sehr zerfurchte Gesicht der Gottesmutter wurde durch das viele Blut, das vom Heiligen Leib unseres Herrn auf dieses herab geflossen ist, plastisch hervorgehoben.

In diesem Moment schaute unser Herr mit angsterfülltem Gesicht auf Seine Mutter hinab. Sein gesamter Körper war völlig durchnässt von Seinem Heiligen Blut, das scheinbar aus allen Poren Seiner Haut heraussickerte, die wiederum so aussahen, als ob jede einzelne an ihrer Wurzel aufgerissen sei.

Doch inmitten dieser Szene von Qual, Horror und unbeschreiblichem Schmerz blickte unser Herr nach unten in Richtung Seiner Mutter. Mit einer solch zärtlichen Liebe und mit sehr sanfter und liebevoller Stimme, die ich deutlich vernehmbar hören konnte, sagte Er zu Seiner Mutter, die Er im höchsten Maße liebt: Bitte vergib ihnen!

Die Gottesmutter war in dieser sehr entsetzlichen Vision ganz klar sichtlich erschüttert. Durch Ihr jetzt gealtertes Gesicht und Ihre unermesslich traurigen und Tränen erfüllten Augen brachte Sie deutlich sowohl unfassbaren Stress als auch Trauer zum Ausdruck. Dennoch – es ist wieder fast unglaublich zu begreifen – zeigte sich nach wie vor in diesen jetzt Tränen gefüllten Augen die Schönheit und Jugend wie am Tag der Geburt Ihres jetzt sterbenden Sohnes.

Meine lieben Brüder und Schwestern in Christus, ich wünschte, ich hätte diese Vision genauer beschreiben können, als wie ich es versucht habe, weil es sich um ein Bild handelt, das mit einer solch ungeheuren Grausamkeit auf mich einwirkte.

Jedoch eine bemerkenswerte Sache, die mir in dieser Vision geschah, war, als ich feststellte, dass ich ganz klar und vernehmlich die Stimme unseres Herrn Jesus Christus hörte, eine Stimme, die so sanft und so liebevoll war und die, während Er sprach, völlig über die entsetzlichen Umstände rings um unseren Herrn hinwegtäuschte.

Nach diesem bewegenden Erlebnis an der zwölften Station und nachdem ich mich beruhigt hatte, war ich - es ist unnötig zu sagen - von Emotionen völlig überwältigt. Ich beendete dann Meinen Kreuzweg und machte mich auf den Weg. Immer noch dachte ich intensiv an all das, was ich während dieser Reise auf der Straße nach Golgatha erlebte.

Später am Abend desselben Tages während meiner regelmäßigen Übungen im Busch kam die Gottesmutter erneut zu mir. Bei dieser Gelegenheit gab Sie mir eine Erklärung für die Ereignisse des Nachmittags.

Sie sagte Folgendes:

„Mein lieber Sohn, heute Nachmittag zeigte Ich dir einige Bilder, die zu sehen für dich sehr wichtig waren, damit du besser verstehen kannst, was die Sünde Meinem geliebten Sohn Jesus genau antut.

Im ersten Bild wird dir gezeigt, dass jedes Mal, wenn du eine Sünde gegen Meinen geliebten Sohn Jesus begehst, du es bist, der Meinen geliebten Sohn Jesus mit der Geißel auspeitscht, ja Mein lieber Sohn, dass du es bist.

Warum sahst du einen Schatten des Armes, der die Geißel hielt? Der Schatten ist in Wirklichkeit der Arm Satans, der dich durch deine Sünden zwingt, auf Meinen geliebten Sohn einzuschlagen. Warum fühltest du körperlich, dass dein tatsächlicher Arm versuchte zu widerstehen, aber damit keinen Erfolg hatte? Das sollte dir zeigen, dass du dir in deinem Fall sowohl der Sünde bewusst bist als auch wirklich versuchst, der Versuchung zu widerstehen, die Sünde zu begehen, aber dass Satan, der so viel stärker ist als du, absolut keine Schwierigkeiten hat, dich, in welcher Art auch immer niederzukämpfen, und dich dabei zwingt, die Handlungen auszuführen.

Ohne göttliche Hilfe, mein lieber Sohn, wird Satan dich immer überwältigen, ganz egal wie du widerstehen möchtest.

Im zweiten Bild wird dir das Urteilen über den Mitmenschen gezeigt. Ich, deine himmlische Mutter, habe dir bereits in Meiner Botschaft „Nicht richten“ (Botschaft Nr. 6) erklärt, dass nur euer Vater im Himmel das Recht hat, dies zu tun.

Warum wurde Pilatus benutzt, dieses zu veranschaulichen? Weil das Urteil, das er fällte, die Verurteilung eines total unschuldigen Mannes zur Folge hatte, Meines geliebten Sohnes Jesus, und dass, falls du über deinen Mitmenschen richtest, auch du dann auf diese Weise deinen Mitmenschen verurteilst, der ebenfalls unschuldig sein könnte, wie Mein geliebter Sohn Jesus es war.

Bitte habe Verständnis, Mein lieber Sohn, nur euer Vater im Himmel weiß, was in den Herzen und Seelen eurer Mitmenschen ist, und nicht du oder irgendeines Meiner Kinder auf Erden.

Das dritte Bild sollte zeigen, wie du zusammen mit allen Meinen Kindern auf Erden, wenn du auf frischer Tat eine Sünde begehst, um das Blut Meines geliebten Sohnes „bellst“, und dass du es in der Menschenmenge bist, der ebenso laut schreit wie der Rest, und dass Satan, dargestellt durch den Schatten der Person in dir, dich auf deinem Weg unterstützt.

Bitte denke daran. Mein lieber Sohn, dass Satan dich jede Sekunde des Tages beschattet. Dieses Bild ist die bildliche Darstellung davon.

Das Bild schließlich, Mein lieber Sohn, dass du an der zwölften Station erlebt hast, ist die Anhäufung und Summe aller deiner Sünden, die zusammen in die spätere Kreuzigung und den Tod Meines geliebten Sohnes münden, begleitet von all dem ungeheuren Leiden und Schmerz und damit dem Herzeleid, der Trauer und dem Leid, dass Ich, eure himmlischen Mutter, zu ertragen habe, wenn Ich dieses barbarische und qualvolle Geschehnis sehe.

Mein lieber Sohn, es ist so wichtig für dich, nicht nur die Leiden zu kennen, die die Sünde Meinem geliebten Sohn und Mir, deiner himmlischen Mutter, zufügt, sondern du musst auch in der Lage sein, sie in deinem eigenen Herzen und in deiner eigenen Seele zu sehen und zu fühlen. Aus diesem Grunde also habe Ich, deine himmlische Mutter, von dir gefordert, diese Fastenzeit auf dem Weg zum Kalvarienberg den Kreuzweg zu gehen, jeden Tag während der Fastenzeit. An der Zwölften Station werde Ich, während du in totaler Demut in Gegenwart Meines geliebten Sohnes ausgestreckt liegst, dieses selbe Bild der Kreuzigung auf dich herab senden, wie Ich es heute getan hatte.

Dies tue Ich, damit du, Mein lieber Sohn, ein besseres Verständnis für die Bedeutung und Wirkung erlangen kannst, die die Sünde auf Meinen geliebten Sohn und auf Mich, deine himmlischen Mutter, hat.

Ich lade dich also ein, diese Fastenzeit diesen täglichen Kreuzweg aufzuopfern als Sühne für deine Sünden und die Sünden aller Meiner Kinder in der ganzen Welt.

Bitte bleibe Meinen Wünschen treu, da diese auch die Wünsche Meines geliebten Sohnes Jesus sind, der dich so innig liebt und so sehr wünscht, dass du eine sehr innige Beziehung zu Ihm entwickelst.

Denk daran, Mein lieber Sohn, dass, wenn immer du einen Meiner Wünsche ausführst, du durch diese Aktion nicht nur dein Vertrauen auf Mich, deine himmlische Mutter, praktizierst und beweist, sondern auch höch­sten Gehorsam gegen Meinen geliebten Sohn Jesus und gegen deinen himmlischen Vater zeigst, ein Beispiel, dem alle Meine Kinder auf Erden folgen sollen, wie es Mein geliebter Sohn so sehr wünscht.“

Damit gab mir die Gottesmutter dann Ihren jetzt üblichen Segen. Wieder verließ Sie mich mit so viel zu meditieren, während ich mit meinen Übun­gen fortfuhr und meine Rosenkränze betete.

 

Ich bete, heilige Muttergottes, dass jene, die Deine Botschaften lesen oder hören wollen, sie mit Deinem Segen empfangen, und dass auch ihr Herz mit Deinen Gnaden und Deiner Liebe erfüllt wird.

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